10.10.2011

Fairness und Generationengerechtigkeit bei Pensionen

Ein „Pensionssystem des Vertrauens aller Generationen“ gilt es in Österreich wieder zu installieren! Das bedarf natürlich mutiger aber notwendiger Schritte.

„Gerade bei den Pensionen brauchen die Menschen Berechenbarkeit und Planbarkeit. Die Demographiekurve verlagert sich immer mehr in Richtung der älteren Generationen, sodass es auch eine stärkere Forcierung von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf unserem Arbeitsmarkt geben muss. Altersgerechte Arbeitsplätze und ein nachhaltiges, verlässliches Pensionssystem müssen endlich als gemeinsame Kraftanstrengung verstanden werden“, sind sich der ÖAAB-Landesobmann Franz Hiesl sowie sein Landesobmann-Stellvertreter und ÖVP-Sozialsprecher Abg.z.NR August Wöginger anlässlich des bevorstehenden Sozialpartner-Dialogs in Bad Ischl einig.

Längst überfällig ist die gänzliche Abschaffung der Pensionsprivilegien bei der ÖBB, der Nationalbank sowie der Bundesländerverwaltungen in Kärnten und Wien. „Einen derart frühen Pensionsantritt darf es bei uns nicht geben! Solche Privilegien reißen das durchschnittliche Antrittsalter in Österreich massiv nach unten. Ein zweiter hauptverantwortlicher Faktor ist leider auch die hohe Zahl an Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen, die sich sehr negativ auf das Regelpensionsalter auswirken. Ziel muss es sein, die Zahl dieser frühzeitigen, gesundheitsbedingten ‚Ausscheider’ aus dem Erwerbsleben mit Hilfe von Unterstützungsmaßnahmen wie ‚FIT2WORK’ merkbar zu reduzieren. Derartige Schritte wären bereits wichtige Meilensteine zur schnellen Anhebung des faktischen Pensionsantritts um vier Jahre bis 2020, wie jüngst von ÖVP-Obmann und Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger gefordert“, unterstützen Hiesl und Wöginger den Vorstoß Spindeleggers.

Bei einem echten Bonus-Malus-System mit wirklich attraktiven Anreizen würden viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sogar oft freiwillig länger ihrem Beruf nachgehen und das Antrittsalter damit automatisch steigern. Aber dafür müssen die Rahmenbedingungen gerecht sein und es muss auch ein finanzieller Vorteil für die Menschen in einem längeren Erwerbsleben herausschauen. Ganz nach dem Motto: „Wer länger arbeitet, bekommt mehr. Wer früher geht, muss weniger erhalten.“ Es braucht somit „ein Anreizsystem, das für die Menschen interessant und dann auch angenommen wird. Das heißt jedoch im Gegenzug, dass die Wirtschaft das Potential der älteren Arbeitnehmer/innen endlich erkennt und sie auf dem Arbeitsmarkt auch eine wirkliche Chance haben“, fordern Hiesl und Wöginger altersgerechte Arbeitsplätze ein.
„Mutige und entschlossene Maßnahmen zur Generationengerechtigkeit sind daher gefragt und nicht sozialistische Träumereien, die sich vielleicht gut anhören, aber im Sinne der nachfolgenden Generationen nicht zu verantworten und auf Dauer nicht mehr finanzierbar sind. Wir brauchen ein leistbares Pensionssystem, das für ALLE gerecht und nachhaltig abgesichert ist“, so der ÖAAB-Landesobmann und sein Stellvertreter abschließend.

Sprechstunde:

Sprechstunde im Bezirkssekretariat der OÖVP Schärding (Anmeldung unter Tel. 07712 2478).

7. Juli: 10-12 Uhr

Termine

13. Juli: Nationalratssitzung

 

Arbeitsprogramm der Bundesregierung 2017/2018


Videos



Newsletter

Bitte füllen Sie alle mit * markierte Felder aus.