09.04.2014

Geplante Teilpension trägt Wünschen vieler Arbeitnehmer Rechnung

ÖVP-Sozialsprecher sieht darin "Win-win-Situation"

Ein wichtiges Anliegen der ÖVP ist es, so viele Menschen wie möglich in Beschäftigung zu bringen und auch halten zu können. Das betrifft einerseits vor allem die Jugend, wo wir uns für eine Attraktivierung der Lehre einsetzen und für eine Ausbildungspflicht bis zum 18. Lebensjahr, andererseits die älteren Arbeitnehmer, wo wir die Beschäftigungsquote bei den über 50-Jährigen heben wollen. Das sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Sozialsprecher Abg. August Wöginger anlässlich der heutigen Sitzung des Ausschusses für Arbeit und Soziales, bei dem es eine Aussprache zu aktuellen Fragen gab.

Wöginger verwies erneut darauf, dass Österreich im internationalen Vergleich beim durchschnittlichen Pensionsantrittsalter auf dem achtletzten Platz liege und daher Maßnahmen gesetzt werden müssen, um das faktische Pensionsantrittsalter zu erhöhen. Die Teilpension, auf die sich die Koalitionspartner geeinigt haben und die eine langjährige Forderung des ÖAAB ist, sei ein wichtiger Schritt dazu, der auch dem Wunsch vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Rechnung trage. "Viele Menschen wollen auch nach Erreichen des gesetzlich möglichen Pensionsantrittsalters zumindest teilweise ihren Beruf ausüben. Und die Betriebe können ebenfalls länger auf das Fachwissen der erfahrenen Mitarbeiter zurückgreifen", unterstrich der Abgeordnete diese "Win-win-Situation".

Konkret soll bei der geplanten Teilpension der Umfang der letzten Erwerbstätigkeit um ein Drittel reduziert werden. Dafür gibt es die Hälfte der Pension als Ausgleich dazu, erläuterte Wöginger das neue Modell, das dazu diene, langsam aus dem Berufsleben in den Ruhestand auszugleiten. Die legistische Umsetzung ist für Herbst geplant.

Ebenfalls Thema in der Aktuellen Aussprache war die geplante Ausdehnung der maximalen Arbeitszeit auf zwölf Stunden pro Tag über ein Gesamtpaket. Wöginger stellte dabei klar, dass die wöchentliche Höchstarbeitszeit nicht angetastet werde. Vielmehr gehe es dabei um Gleitzeitarbeit und Reisezeit. Lehrlinge dürften dann bei passiver Reisezeit, also wenn sie mitfahren, bis zu zehn Stunden arbeiten, womit Dienstreisen wesentlich erleichtert würden. "Es geht auch darum, dass mehr Freizeit in einem Stück zur Verfügung gestellt wird. Freizeit ist im Laufe der letzten Jahrzehnte den Menschen immer wichtiger geworden - es geht auch um eine gute Work-Life-Balance"; schloss Wöginger.

Sprechstunde:

Sprechstunde im Bezirkssekretariat der OÖVP Schärding (Anmeldung unter Tel. 07712 2478).

7. Juli: 10-12 Uhr

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