01.05.2015

ÖAAB zum 1. Mai: Arbeit muss sich lohnen

ÖAAB-Generalsekretär August Wöginger fordert: Wer arbeitet, muss auch etwas davon haben.

Unsere Arbeitswelt hat sich in den vergangenen Jahren durch die Digitalisierung rasant verändert. Dadurch eröffnen sich große Chancen für Innovationen, für mehr Wohlstand und Beschäftigung und für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Wir wollen diese Chancen nutzen, indem wir Flexibilität und Sicherheit in Einklang bringen. Wir wollen den digitalen Wandel gestalten, damit er uns nicht gestaltet. Dabei steht für uns die Bedürfnisse und Anliegen der arbeitenden Menschen im Vordergrund", betont ÖAAB-Generalsekretär August Wöginger. "Vor allem muss das Auskommen mit dem Einkommen gewährleistet sein und Familien müssen bei der Vereinbarkeit noch besser unterstützt werden."

Mit einem Gesamtvolumen von 5,2 Milliarden Euro sei die Steuerreform das größte Entlastungspaket in der Geschichte der Zweiten Republik. "Damit ist unsere Forderung nach mehr Netto vom Brutto durchgesetzt", so Wöginger. "Uns, dem ÖAAB, war es wichtig vor allem den Mittelstand zu entlasten, denn er trägt die Hauptsteuerlast. Das ist mit diesem Paket gesichert. Die durchschnittliche Entlastung für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler liegt bei über 1.000 Euro jährlich."

"Und eines war uns als ÖAAB besonders wichtig, dass sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Entlastung nicht selber zahlen müssen. Das ist mit dem soliden Gegenfinanzierungspaket gewährleistet", so der ÖAAB-Generalsekretär weiter. Neben der Steuerbetrugsbekämpfung  und Konsumankurbelung sei aus Sicht des ÖAAB besonders die Bekämpfung von Missbrauch zu erwähnen. Denn Steuer- und Sozialbetrug seien keine Kavaliersdelikte. Als ÖAAB bekenne man sich zur Mindestsicherung, denn jene, die Hilfe benötigen, sollen sie auch erhalten. Aber um dieses System auch in Zukunft aufrechterhalten zu können, sei es dringend notwendig, die Mindestsicherung zu reformieren. Der ÖAAB habe diesbezüglich einen Antrag an den Bundesparteitag eingebracht. "Zum einen brauchen wir für die Bezieherinnen und Bezieher der Mindestsicherung mehr Anreize, wieder in den Arbeitsprozess einzusteigen und mehr Unterstützung für jene, die arbeiten wollen, auch tatsächlich eine Arbeit zu finden. Zum anderen müssen bei der Mindestsicherung die Kontrollen verbessert und mögliche Sanktionen auch umgesetzt werden. Unser Ziel ist, dass jene die arbeiten, auch etwas davon haben."

Bei der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei man sowohl bei der Infrastruktur als auch beim Geld bereits auf dem richtigen Weg: Bis zum Jahr 2018 werden insgesamt 1,58 Milliarden Euro in mehr Familienleistungen investiert, d.h. in den quantitativen und qualitativen Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und der schulischen Tagesbetreuung sowie mehr Geld für Familien durch die Erhöhung der Familienbeihilfe. Zudem habe der ÖAAB bei der Steuerreform durchgesetzt, dass Familien mit Kindern durch die Verdopplung des Kinderfreibetrages von 220 auf 440 Euro pro Kind und Jahr noch besser im Steuersystem berücksichtigt werden und ihnen ab Anfang nächsten Jahres mehr Geld bleibt. Dazu Wöginger: "Nachbesserungen brauchen wir bei der Zeit. Als ÖAAB setzen wir uns für Wahlfreiheit bei der Lebensplanung ein. Teilzeit auf Zeit ist ein gute Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren, und zwar für Frauen und für Männer." Nicht ohne Grund sei die Nachfrage nach Teilzeit in den vergangenen Jahren gestiegen, sie werde zunehmend auch zur Weiterbildung genutzt. Die Entscheidung, Teilzeit zu arbeiten, dürfe aber nicht dazu führen, dass sich die Aufstiegschancen verschlechtern. Bei der Teilzeitbeschäftigung seinen zwei Dinge von zentraler Bedeutung: "Zum einen muss es auch bei qualifizierten Tätigkeiten möglich sein, Teilzeit zu arbeiten. Zum anderen muss der Wechsel von Teilzeit auf Vollzeit erleichtert werden, indem ein freiwerdender Vollzeitarbeitsplatz erst jenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Unternehmen angeboten wird, die Teilzeit arbeiten", so Wöginger abschließend.

 

Sprechstunde:

Sprechstunde im Bezirkssekretariat der OÖVP Schärding (Anmeldung unter Tel. 07712 2478).

7. Juli: 10-12 Uhr

Termine

13. Juli: Nationalratssitzung

 

Arbeitsprogramm der Bundesregierung 2017/2018


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