17.06.2015

Mehr Arbeitsmarktmittel für ältere Arbeitnehmer

ÖVP-Sozialsprecher begrüßt Paket für Über-50-Jährige.

Wir haben eine Herausforderung am Arbeitsmarkt: Einer steigenden Beschäftigung stehen auch steigende Arbeitslosenzahlen gegenüber. Heute wird ein großes Paket für ältere Personen beschlossen, die über sechs Monate arbeitslos sind. Das stellte heute, Mittwoch, ÖVP-Sozialsprecher Abg. August Wöginger in seiner Rede im Nationalrat zum Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz fest. Ende Mai hatten 395.518 Personen keinen Job, davon befanden sich 65.192 in Schulungen. Die durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit beträgt 113 Tage.

Konkret werden in den kommenden beiden Jahren jeweils 250 Millionen Euro aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung bereitgestellt, um Über-50-Jährige, die länger als sechs Monate auf Jobsuche sind, wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Wöginger: "Es ist sinnvoll und nützlich, gerade dieser Gruppe zu helfen, weil sie es schwerer haben, wieder in den Arbeitsmarkt zurückzufinden. Die Verweildauer bei dieser Gruppe ist dreimal so hoch wie bei anderen. Daher gilt insbesondere den Über-50-Jährigen unsere Solidarität, um diese Menschen, die arbeiten wollen, wieder zu integrieren."

Auch von seinen Sprechtagen kennt Wöginger die Situation älterer Arbeitnehmer, die es extrem schwer hätten, wieder unterzukommen. "Deshalb befürworte ich dieses Paket - zur richtigen Zeit gesetzt, um diesen Menschen in einer schwierigen persönlichen Situation zur Seite zu stehen."

Kritik übte Wöginger am Antrag der Grünen zur bedarfsorientierten Mindestsicherung, den fünf Fraktionen ablehnen. Dieser beinhalte unter anderem eine 14malige Auszahlung der Mindestsicherung, einen Anspruch auf Abdeckung der vollen Wohnkosten und einen Rechtsanspruch auf Ausbildung und Qualifikation sowie weitere Kostenbeiträge wie beispielsweise für medizinische Hilfsmittel. "Kein einziger Mensch, der in Österreich einer Arbeit nachgeht, hat diese Rechtsansprüche! Damit schaffen wir ein Ungleichgewicht zwischen jenen, die 40 Stunden arbeiten und jenen, die das nicht tun. Das ist ein völlig falscher Ansatz. Wir brauchen Anreizsysteme und keine Sozialromantik der Grünen hinsichtlich der Arbeitsmarktpolitik", so der ÖVP-Sozialsprecher.

"Eine bedarfsorientierte Mindestsicherung ist für jene, die sie brauchen, wie beispielsweise alleinerziehende Mütter. Aber es kann keine Dauerunterstützung für jene sein, die einfach nicht arbeiten wollen." In diesem Bereich müsse es zu anderen Sanktionen kommen, dankte der ÖVP-Abgeordnete, dass der Sozialminister die Sozialreferentenkonferenz einberufen habe.

Sprechstunde:

Sprechstunde im Bezirkssekretariat der OÖVP Schärding (Anmeldung unter Tel. 07712 2478).

7. Juli: 10-12 Uhr

Termine

13. Juli: Nationalratssitzung

 

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