08.07.2015

Teilpension ist gute Lösung für ältere Arbeitnehmer in diesem Land

Die Teilpension ist ein gutes Projekt für ältere Arbeitnehmer in diesem Land. Es hält Menschen länger im Erwerbsleben, sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Sozialsprecher Abg. August Wöginger anlässlich der Debatte zum Arbeitslosenversicherungsgesetz im Nationalrat. Er kenne die Situation vieler Arbeitnehmer aus seinen Sprechtagen, führte der Abgeordnete einen 61jährigen Mann aus dem Tischlergewerbe an. Für diesen sei es schwierig, eine ganze Woche hindurch 40 Stunden zu arbeiten, 20 Stunden wären jedoch möglich. "Genau in diese Richtung geht dieser Ansatz".

Diese Teilpension baue sozusagen auf der Altersteilzeit - ein "Erfolgsmodell" - auf; auch die Wirtschaft nehme dieses Modell an. Obwohl es keinen Rechtsanspruch gebe, seien 20.000 Personen in Altersteilzeit und davon seien nur 450 zwischen 62 und 65 Jahre alt.

Bei der Teilpension kann die Arbeitszeit ab dem 62. Lebensjahr auf 40 bis 60 Prozent bei einem 50prozentigen Lohnausgleich für maximal fünf Jahre reduziert werden. Da es für Frauen aufgrund ihres früheren Pensionsalters keine Korridorpension gibt, kommt die Regelung vorerst nur Männern zugute.

Dies sei eine "Win-win-Situation für Arbeitnehmer und -geber. Ein langsames Ausgleiten aus dem Erwerbsleben, das sich viele wünschen, ist möglich. Die Situation wird damit praktisch an die realen Gegebenheiten angepasst. Es gibt auch eine höhere Bemessungsgrundlage für die Pension, dem Arbeitgeber werden die für ihn entstehenden Zusatzkosten zur Gänze ersetzt", so der Sozialsprecher. Der Staat erspare sich bis zu drei Jahre an Pensionszahlungen "und wir haben damit auch Fachkräfte, die wir dringend brauchen, länger in Beschäftigung".

Die Teilpension kann auch nahtlos an eine Altersteilzeit-Vereinbarung anschließen, allerdings nur dann, wenn eine kontinuierliche Arbeitszeitreduktion und nicht die Blockvariante der Altersteilzeit gewählt wurde. Es sei notwendig, das faktische Pensionsantrittsalter zu erhöhen. "Das ist eine Maßnahme, die in die richtige Richtung geht", so Wöginger.

Blecha soll sich an eigenen Parteivorsitzenden wenden

Der ÖVP-Sozialsprecher ging am Rande der Plenarsitzung auch auf Aussagen des Präsidenten des Pensionistenverbandes Österreichs Karl Blecha ein: "Blecha soll sich an seinen eigenen Parteivorsitzenden wenden - die Steuerreform wurde in der Regierung gemeinsam erarbeitet und beschlossen. Ziel ist eine Entlastung all jener, die schon jetzt die Steuerlast tragen, mit der größten Tarifreform. Alle Steuerzahler profitieren. Ausgleichzulagenbezieher erhalten bereits eine staatliche Zuwendung - die Ausgleichszulage. Eine weitere staatliche Zuwendung stand nicht in Relation. Man ist in der Steuerungsgruppe und Regierung einig, dass es jetzt in erster Linie um jene geht, die Steuern zahlen: Mehr Netto vom Brutto. 5,2 Milliarden Euro Volumen wurden in Rekordzeit aus dem Nichts gestampft. Finanzminister Schelling ist es gelungen, die Steuerreform zeitgerecht und umfassend vorzulegen", so Wöginger.

Statt hier Kritik an der Steuerreform zu üben erwartet sich Wöginger von Blecha Ideen, wie man in diesem Land strukturelle Reformen vorantreiben, die Pensionen langfristig sichern kann, und wie man dafür sorgt, dass auch unsere Kinder und Kindeskinder noch eine sichere Pension haben.

Sprechstunde:

Sprechstunde im Bezirkssekretariat der OÖVP Schärding (Anmeldung unter Tel. 07712 2478).

7. Juli: 10-12 Uhr

Termine

13. Juli: Nationalratssitzung

 

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