21.03.2017

Arbeitszeit - ÖAAB appelliert bei Sozialpartnern auf Zeitwertkonto

Als Bundesobmann des ÖAAB mit seinen mehr als 150.000 Mitgliedern bin ich seit jeher ein Verfechter der österreichischen Sozialpartnerschaft. Die Verhandlungen betreffend der Anpassungen des Arbeitszeitgesetzes liegen aus unserer Sicht daher in guten Händen.

Der ÖAAB setzt sich schon seit geraumer Zeit mit dem Themenkomplex der Arbeitszeit und ihrer Auswirkungen auf den Menschen auseinander. Die Anforderungen der Arbeitswelt steigen, aufgrund der Digitalisierung und einer zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft, stetig. Gerade jetzt ist Zeit um über innovative Formen von Arbeitszeitmodellen nachzudenken.

Uns ist dabei die Souveränität der Arbeitnehmerinnen und der Arbeitnehmer über ihre Arbeitszeit ein besonderes Anliegen. Denn: Die viel diskutierte Flexibilisierung der Arbeitszeit darf keine Einbahnstraße sein! Daher fordern wir die Sozialpartner auf, das Modell eines Zeitwertkontos in die Gespräche mit aufzunehmen.

Mit dem ÖAAB-Modell eines Zeitwertkontos (wie zB in Deutschland bei VW und Post bereits erfolgreich umgesetzt) entscheiden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer selbst, ob sie Überstunden, Zulagen, Prämien oder Sonderzahlungen sowie im eingeschränkten Ausmaß Gehaltsbestandteile steuerbegünstigt auf ein Konto überweisen lassen, um sich später Freizeitblöcke ohne Abstriche leisten zu können. Das Modell des Zeitwertkontos beruht auf Freiwilligkeit, es besteht jedoch ein Rechtsanspruch für die Konsumation der angesparten Freizeit rechtzeitig vor dem Pensionsantritt.

Das Modell sollte gesetzlich so verankert werden, sodass die Kollektivvertrags-Partner entscheiden können, ob sie ein Zweitwertkonto einrichten wollen oder nicht. Also „Wahlfreiheit für jede Kollektivvertrags-Partei“.

Es soll eine Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit im Sinne der Arbeitnehmerinnen und der Arbeitnehmer ermöglicht werden und zu einer erhöhten Arbeitszufriedenheit beigetragen werden. Zusätzlich soll das Modell ein langsames Ausgleiten aus dem Arbeitsprozess in Richtung Pension unterstützen und so Frühpensionierungen, durch einen selbstfinanzierten Vorruhestand, zurückdrängen. Schlussendlich kann die mögliche Betriebspension als eine Ergänzung zur gesetzlichen Altersvorsorge dienen.

Sprechstunde:

Sprechstunde im Bezirkssekretariat der OÖVP Schärding (Anmeldung unter Tel. 07712 2478).

7. Juli: 10-12 Uhr

Termine

13. Juli: Nationalratssitzung

 

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