13.06.2012

Arbeitsmarktdaten stellen Österreich ein gutes Zeugnis aus

Die Arbeitsmarktdaten stellen Österreich ein gutes Zeugnis aus. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent im Mai 2012 - der EU-Schnitt liegt bei 10,3 Prozent - nehmen wir unter den EU-27 seit 14 Monaten den ersten Platz ein, zeigte sich ÖVP-Sozialsprecher Abg. August Wöginger anlässlich der Debatte zum Thema "Österreichs Arbeitsmarkt im europäischen Kontext - in Wachstum und Beschäftigung investieren" zufrieden.

Wöginger wies die Kritik der FPÖ als "reine Oppositionspropaganda" zurück. Von einer Überschwemmung des Arbeitsmarktes durch ausländische Kräfte aufgrund der Ostöffnung und einem Explodieren der Arbeitslosigkeit könne keine Rede sein: Die Beschäftigung liege bei 3,5 Millionen; im Vergleich zum Vorjahr seien 55.000 Menschen mehr in Beschäftigung und lediglich 27.000 Menschen seien aufgrund der Arbeitsmarktöffnung nach Österreich gekommen.

Auch bei den Jugendlichen liege Österreich im Spitzenfeld, die Jugend-Arbeitslosigkeit sei mit 8,9 Prozent die zweitniedrigste in der EU. Zudem gebe es insgesamt nur 5.118 Personen, die länger als ein Jahr arbeitslos seien. Auch wenn jeder Arbeitslose einer zuviel sei, so sei dieser Wert doch vertretbar. Die durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit liege bei 94 Tagen. "Der Arbeitsmarkt funktioniert - wir sind in diesem Bereich gut aufgestellt."

Natürlich gelte es, die Menschen länger in Beschäftigung zu halten, hob der ÖVP-Politiker die beschlossene Altersteilzeit "neu" hervor - eine Maßnahme, die verhindert, dass man in die Frühpension gedrängt werde. "Damit ist ein langsames Ausgleiten aus dem Erwerbsleben möglich. Wir brauchen aber auch mehr altersgerechte Arbeitsplätze", so der Abgeordnete.

Wichtig sei auch eine Reform der Invaliditätspensionen. "Wir müssen vermehrt auf das gesunde Altern achten." Dafür seien der Ausbau der Rehabilitation, betriebliche Gesundheitsförderung und frühzeitige Maßnahmen gegen psychische Erkrankungen wie beispielsweise das "Burn out" notwendig. Wöginger appellierte zudem für einheitliche Richtlinien und Kriterien für die Begutachtung und Zuerkennung der Invaliditätspension.

Er wies weiters darauf hin, dass seit der Einführung der Mindestsicherung im September 2010 bereits mehr als 25.000 Bezieherinnen und Bezieher wieder zurück zum Arbeitsmarkt gefunden haben. "Wir geben jenen Unterstützung, die unsere Hilfe brauchen, müssen aber vermeiden, dass das System ausgenutzt wird", sagte Wöginger und verwies auch auf die diesbezügliche Ungleichverteilung in den Bundesländern. Deswegen sei auch eine Evaluierung und Reform der Mindestsicherung nötig.

Sprechstunde:

Sprechstunde im Bezirkssekretariat der OÖVP Schärding (Anmeldung unter Tel. 07712 2478).

7. Juli: 10-12 Uhr

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