29.09.2012

Kilometerabhängige Pendlerhilfe überfällig

ÖAAB Bundesvorstand zum Pendler-€

ÖAAB Bundesvorstand zum Pendler-€

ÖAAB beschließt bundesweiten Schulterschluss für den Pendler-Euro - Ungerechtigkeiten der jetzigen Pendlerpauschale hätten damit ein für alle Mal ein Ende

"Wir treten für eine rasche Umsetzung einer neuen kilometergenauen Pendlerförderung ein. Die finanzielle Ungerechtigkeiten der jetzigen Pendlerpauschale hätten damit ein für alle Mal ein Ende. Wer das Auto verwenden muss, um zum Arbeitsplatz zu gelangen, soll künftig mindestens 500 und höchstens 2.600 Euro im Jahr erhalten; Öffi-Benutzer sollen zwischen 600 und 1.400 Euro bekommen", so ÖAAB-Obfrau BM Johanna Mikl-Leitner im Rahmen der Bundesvorstandsklausur, wo sich Vertreter aus allen neun Bundesländern für das neue Modell des Pendler-Euro ausgesprochen haben.

"Unzählige Pendlerinnen und Pendler müssen täglich entweder in einen anderen Bezirk oder in ein anderes Bundesland zur Arbeit fahren. Pendeln bedeutet dabei nicht nur viel Zeit auf der Strecke liegen zu lassen, sondern stellt in erster Linie auch eine große finanzielle Belastung dar. Allerdings ist das derzeitige System der Pendlerpauschale - wie das Wort 'Pauschale' schon sagt - ungerecht, da in Pauschalschritten nach 20, 40 bzw. 60 Kilometerstufen ausbezahlt wird. Die derzeitige starre Regelung entspricht nicht mehr der modernen und mobilen Arbeitswelt von heute, sodass eine Modernisierung längst überfällig ist. Im Sinne der Fairness gilt es daher künftig die tatsächlich zurückgelegte Wegstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsplatz als Grundlage für die Berechnung der Pendlerhilfe heranzuziehen", so Mikl-Leitner.

ÖAAB-Generalsekretär NR August Wöginger ergänzend: "In Zeiten stetig steigender Treibstoffkosten macht es sehr wohl einen finanziellen Unterschied, ob man beispielsweise 20 oder doch 39 Kilometer zur Arbeit fährt. Nach der derzeitigen Pendlerpauschale bekommen ein Pendler und eine Pendlerin aber die gleiche Unterstützung ausgezahlt, was zu großen Ungerechtigkeiten im System führt. Deshalb sind wir für eine rasche Umsetzung des Pendler-Euros, der eine kilometerabhängige Pendlerförderung darstellt. Mit dem heutigen Beschluss gibt es einen bundesweiten Schulterschluss für eine neue Pendlerhilfe."

Die größten Vorteile des Pendler-Euro:
1. Einfachheit und Klarheit: 1 Euro für jeden Kilometer Arbeitsweg mal 40 als Fixbetrag
2. Das bedeutet kilometergenaue Abrechnung, derzeit entscheidet oftmals ein Kilometer über mehrere hundert Euro im Jahr.
3. Mehr Gerechtigkeit für Teilzeitkräfte, alle jene die Lohnsteuer zahlen bekommen einen aliquoten Anteil, bei drei Arbeitstagen zum Beispiel drei Fünftel, all jene die keine Lohnsteuer zahlen, sollen den untersten Sockelbetrag erhalten. Wer monatlich weniger als 11-mal zur Arbeit pendelt fällt derzeit völlig durch den Rost.
4. Direktförderung statt Lohnsteuerfreibetrag.
5. Gerechtigkeit für alle Einkommen, derzeit bekommen jene, die mehr verdienen mehr Pauschale, obwohl die Spritpreise und Tarife für alle gleich hoch sind.

Sprechstunde:

Sprechstunde im Bezirkssekretariat der OÖVP Schärding (Anmeldung unter Tel. 07712 2478).

7. Juli: 10-12 Uhr

Termine

13. Juli: Nationalratssitzung

 

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