05.11.2012

Herzschlagfinale des Präsidentschaftswahlkampfes

Vor dem Kapitol in Washington (v. l.): Peter Haubner, Michael Strugl, Hannes Rauch, August Wöginger, Wolfgang Hattmannsdorfer.

Vor dem Kapitol in Washington (v. l.): Peter Haubner, Michael Strugl, Hannes Rauch, August Wöginger, Wolfgang Hattmannsdorfer.

aus dem Neuen Volksblatt vom 05.11.2012:

„Ich würde auf Obama wetten ...“

Michael Strugl rechnet mit Sieg des Präsidenten — und bringt aus USA wichtige Einsichten mit

   Von Manfred Maurer

   „Komplett Irre was da abgeht: Vizepräsidentschaftskandidat Paul Ryan per Flieger direkt zur Kundgebung“ — Wolfgang Hattmannsdorfer postet auf Facebook staunende Einblicke in die amerikanische Wahlkampfmaschinerie, die freilich auch über etwas mehr Mittel verfügt als das heimische Pendant. Der stellvertretende OÖVP-Landesgeschäftsführer gibt sich — wie berichtet — zusammen mit seinem Chef Michael Strugl, ÖAAB-Generalsekretär August Wöginger und weiteren ÖVP-Spitzenfunktionären das Herzschlagfinale des Präsidentschaftswahlkampfes.

   Am Wochenende besuchten sie Kundgebungen und Wahlkampfbüros von Republikanern und Demokraten. Strugl, seit 1996 bei jeder US-Wahl vor Ort, wagt eine Prognose: „Würde ich wetten, würde ich auf Obama setzen“, sagt er zum VOLKSBLATT.

   Gewissheit gibt's freilich frühestens Dienstagabend (nach unserer Zeit Mittwoch Früh) nach Auszählung der Stimmen. Strugl: „Wir haben auch mit Experten gesprochen, die sagen, da kann noch einiges passieren.“ Sollte Strugls imaginäre Wette aufgehen, wäre er wie die meisten Österreicher nicht unglücklich: „Obama denkt politisch ein bisschen europäischer, insofern ist es für uns die bessere Alternative.“

   Ungewöhnliche Parallelen
zur österreichischen Politik

   Die Wahlkampf-Kiebitze wollen freilich nicht nur den Nervenkitzel eines spannenden Finales erleben, sondern vor allem etwas mit nach Hause nehmen. Obwohl die Konzepte der Amerikaner nicht übertragbar sind, fallen thematische Parallelen zur heimischen Auseinandersetzung auf, was für Strugl, „eigentlich ungewöhnlich ist“. Aber auch im US-Wahlkampf ging und geht es um die Mittelschicht, um Steuern und Schuldenpolitik. „Das ist eine Diskussion, die kommt mir bekannt vor.“

   US-Politiker bieten wenig
Blabla, sondern viel Klartext

   Was den Wahlkampfmanager beeindruckt, ist die bis zur Perfektion ausgereifte Fokussierung der Wahlstrategen auf einzelne Zielgruppen. Die Kommunikation geschehe mit wenig Streuverlusten, so Strugl, der freilich „am meisten beeindruckt“ ist von der klaren Sprache, die amerikanische Politiker pflegen. Ihre Argumentationen und Botschaften seien sehr klar fokussiert. Strugl: „Was die sagen, versteht man sofort, Da kann man was lernen. Da gibt es relativ wenig Blabla, sondern es wird wirklich herausgeschält, worum es geht.“

   Die Lehre, die fürs österreichische Superwahljahr gezogen werden könnte: „Wir müssen in unserer Politikersprache viel deutlicher sein.“

   Wenn die rhetorische Nachrüstung gelingt, erleben heimische Wahlkämpfer vielleicht, was die ÖVP-Delegation in Bristow (Virginia) bei der Demokraten-Kundgebung beobachten konnte: Bei klirrender Kälte, haben sich Tausende Leute stundenlang angestellt, um Obama zu sehen. „Bei uns undenkbar“, staunt Strugl. Komplett irre, was da abgeht ...

 

Sprechstunde:

Sprechstunde im Bezirkssekretariat der OÖVP Schärding (Anmeldung unter Tel. 07712 2478).

7. Juli: 10-12 Uhr

Termine

13. Juli: Nationalratssitzung

 

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