20.11.2012

Maßnahmenpaket zur Eindämmung von Frühpensionierungen und Invaliditätspensionen

Frühpensionierungen aufgrund psychischer Beeinträchtigungen und Erkrankungen vorbeugen

In der heutigen Sitzung des Sozialausschusses soll der hohen Zahl an Frühpensionierungen durch psychische Erkrankungen und der Invaliditätspensionierung vor dem 50. Lebensjahr ein Maßnahmenpaket entgegengesetzt werden. Das erklärte ÖVP-Sozialsprecher Abg. August Wöginger heute, Dienstag. "Die unverhältnismäßig vielen Früh- und Invaliditätspensionierungen kosten dem Staat und damit jedem einzelnen Steuerzahler viel Geld und sind sicherlich nicht immer nötig, wenn man durch gesetzliche Rahmenbedingungen ein besseres Vorsorge- und Begleitsystem schafft."

Besonders gefördert werden soll die Wiedereingliederung gesundheitlich beeinträchtigter Personen in den Arbeitsmarkt, führte Wöginger weiter aus: "Künftig sollen Personen unter 50 statt einer Invaliditätspension den Anspruch erhalten, umfangreiche Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation bei therapierbaren gesundheitlichen Problemen und der beruflichen Neuorientierung durch das AMS zu beziehen, wenn die gesundheitliche Beeinträchtigung sich nur auf bestimmte bisherige Tätigkeiten bezieht." Damit verbunden sind ein Rehabilitations- und ein Umschulungsgeld zur Sicherung des Lebensunterhalts sowie ein Qualifikationsschutz.

"Mit diesen Maßnahmen ist auch den Betroffenen besser geholfen als bisher. Wir schaffen die Grundlage dafür, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer trotz gesundheitlicher oder psychischer Belastung einen ihnen adäquaten Arbeitsplatz finden und ausfüllen können. Das ist für diese Menschen wichtig und motivierend und spart den Steuerzahlern Geld", ist Wöginger von dieser Win-Win-Maßnahme überzeugt.

Als ergänzende Präventivmaßnahme im Bereich arbeitsbedingter psychischer Belastungen, die zu vermeidbaren Fehlbeanspruchungen führen, sieht Wöginger die vorgesehene Änderung des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes und des Arbeitsinspektionsgesetzes. "Damit wollen wir eine Möglichkeit schaffen, Frühpensionierungen aufgrund psychischer oder psychosomatischer Erkrankungen durch vorbeugende und begleitende Maßnahmen möglichst einzudämmen."

Der ÖVP-Sozialsprecher weiter: "Ziel ist es, durch ergänzende gesetzliche Bestimmungen den Einsatz von Arbeits- und OrganisationspsychologInnen zu forcieren, solcherart Gefahren am Arbeitsplatz wie Isolation, Arbeitsmonotonie oder systematische Überforderungen durch widersprüchliche Arbeitsaufgaben, unangemessene Zeit- und Terminvorgaben und ständige Erreichbarkeit vorzeitig zu erkennen - nach dem Motto hinschauen statt wegschauen! - und gezielte Gegenmaßnahmen in die Wege zu leiten. Gleichzeitig werden in die Ausbildung der Arbeitsmediziner neue Module aufgenommen, um Arbeits-und Organisationspsychologen treffsicher beizuziehen."

 

 

Sprechstunde:

Sprechstunde im Bezirkssekretariat der OÖVP Schärding (Anmeldung unter Tel. 07712 2478).

7. Juli: 10-12 Uhr

Termine

13. Juli: Nationalratssitzung

 

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