07.12.2012

Pendler-Euro und Job-Ticket kommen per 1.1.2013

Mit zusätzlichen Mitteln in der Höhe von rund 150 Mio. Euro stehen im Jahr 2013 insgesamt 530 Mio. Euro für die Pendlerinnen und Pendler bereit. Das 5-Punkte-Maßnahmenpaket ist damit die größte Reform seit Einführung der Pendlerpauschale durch Alois Mock vor 25 Jahren.

5-Punkte-Maßnahmen-Paket im Detail:

1) Einführung einer kilometergenauen Pendler-Euro-Förderung zusätzlich zur Pauschale

  • Zwei Euro pro Kilometer Arbeitsweg (einfache Wegstrecke vom Wohn- zum Arbeitsort)
  • als Direktförderung, also einkommensunabhängig, direkt in die Geldbörse
  • für Bezieher der großen und kleinen Pauschale gleichermaßen

Beispiel: D.h. Wer 30 km zur Arbeit pendelt, erhält künftig 60 Euro (netto) mehr als bisher, bei 50 km Arbeitsweg um 100 Euro mehr als bisher.

2) Verdoppelte Förderung für 160.000 Kleinverdiener

  • Bisher erhielten all jene Arbeitnehmer, die keine Lohnsteuer zahlen und damit nicht pauschalberechtigt waren (160.000 Arbeitnehmer) bis zu 141 Euro (als Negativsteuer also Direktförderung)
  • zukünftig erhalten Pendler ohne Pauschal-Anspruch bis zu 290 Euro
  • Das bedeutet um fast 150 Euro mehr Förderung pro Jahr

3) Auch Wochen- und Teilzeitpendler werden anspruchsberechtigt

  • Wer 1 Mal die Woche pendelt bekommt ein Drittel der Pauschale
  • Wer 2 Mal die Woche pendelt bekommt zwei Drittel der Pauschale
  • Wer 3 Mal die Woche pendelt bekommt die volle Pauschale
  • Bisher galt: Wer weniger als 11 Mal im Monat zu seiner Arbeitsstätte pendelte, hatte keinen Anspruch auf Pendlerpauschale

4) Jobticket-Angebot für Alle

  • Damit können Betriebe die Fahrkosten für alle Mitarbeiter steuerfrei übernehmen
  • In der Höhe einer Jahresfahrkarte eines öffentlichen Verkehrsmittels
  • Diese Fahrtickets sind von der Lohn- und Sozialvericherungs befreit und werden als Sachbezug besteuert.
  • Bisher war das Jobticket nur für Bezieher der kleinen Pendlerpauschale möglich. Diese Einschränkung fällt.

5) Verbesserte Zumutbarkeitsbestimmungen

  • Derzeitige Bestimmungen sind zu wenig praxistauglich. Bestimmungen besagen: Als unzumutbar gelten 1) Wegzeiten mit Öffis ab 90 Minuten, wenn der PKW drei Mal schneller dieselbe Wegstrecke bewältigt oder 2) Wegzeiten mit Öffis über 2,5 Stunden
  • Zukünftig werden die zumutbaren Wegzeiten verkürzt und besser auf die tatsächlichen Wegstrecken abgestimmt
  • Die Finanzministerin wird dazu eine entsprechende Verordnung erlassen

Beispiele:

Eine teilzeitbeschäftigte Verkäuferin (Mutter mit minderjährigen Kindern) pendelt 2 Tage die Woche 25km zur Arbeit. Ihr Verdienst 770 Euro brutto im Monat.

  • bisher 0 Anspruch
  • künftig 290 Euro (Pendlerzuschlag)


Arbeitnehmer/in pendelt täglich 58 km zur Arbeit. Egal ob ihm Öffis zumutbar sind oder nicht, in jedem Fall gebührt der Pendlereuro (2 Euro pro km Arbeitsweg)

  • 116 Euro mehr pro Jahr (zusätzlich zur Pendlerpauschale)

Wochenpendler/in hat Zweitwohnsitz am Arbeitsort
Die Entfernung Hauptwohnsitz - Arbeitsstätte beträgt 66 km

  • bisher 0 Anspruch
  • künftig 1.224 Euro große Pendlerpauschale od. 672 Euro kleine Pauschale - je nach dem, ob Öffis zumutbar sind


Arbeitnehmer/in verdient 1070 Euro brutto, zahlt keine Lohnsteuer und pendelt dreimal pro Woche 30 km zur Arbeit.

  • bisher 251 Euro (15% der SV-Beiträge als Negativsteuer)
  • künftig 400 Euro (18 der SV-Beiträge)

Sprechstunde:

Sprechstunde im Bezirkssekretariat der OÖVP Schärding (Anmeldung unter Tel. 07712 2478).

7. Juli: 10-12 Uhr

Termine

13. Juli: Nationalratssitzung

 

Arbeitsprogramm der Bundesregierung 2017/2018


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