31.01.2013

Mehr Selbstbestimmung und Flexibilität durch das Zeitwertkonto

Eine Erhöhung der Tagesarbeitszeit auf zwölf Stunden ist aufgrund der steigenden Arbeitsbelastung und dem Thema Burnout nicht zu verantworten.

Als Antwort auf die aktuelle Diskussion rund um die Verlängerung der Durchrechnungszeiträume und der Flexibilisierung der Arbeitszeiten schlägt der ÖAAB ein Zeitwertkonto vor. Das ÖAAB-Modell bietet die Möglichkeit, bestimmte arbeitsrechtliche Ansprüche, wie z.B. Überstunden oder Zulagen auf ein Konto zu transferieren. Das Geld soll analog zur Abfertigung neu in betrieblichen Vorsorgekassen angespart werden.

"Dabei geht es im Wesentlichen um die Ansparung von Einkommens- und Zeitbestandteilen im Erwerbsverlauf, um damit später phasenweise Arbeitszeiten reduzieren zu können, ohne Einkommenseinbußen hinnehmen zu müssen. Das Zeitwertkonto soll die persönliche Flexibilität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heben und eine Selbstbestimmung über die Umverteilung der Lebensarbeitszeit ermöglichen. Das Guthaben kann für berufliche Auszeiten, für Kinderbetreuung, für Ausbildungen oder bei persönlichen Notlagen genützt werden. Mittels betrieblicher Vereinbarung und mit Zustimmung des Betriebsrats sollen die angesparten Zeitguthaben auch in Krisenzeiten aufgebraucht werden können, um die Mitarbeiter vor Kurzarbeit oder Kündigung zu bewahren", so ÖAAB-Generalsekretär August Wöginger.

Für jene Menschen, die nicht bis 65 arbeiten können oder wollen, kann diese Zeit etwa vor ihrem gesetzlichen Pensionsantritt konsumiert oder in eine Zusatzpension umgewandelt werden. Das Zeitwertkonto wird im Oberösterreichischen Landesdienst und beim Oberösterreichischen Krankenhausträger GESPAG bereits erfolgreich praktiziert.

Zwtl.: Verlängerung der Arbeitszeit kein Thema

Die Belastungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stiegen in den vergangenen Jahren drastisch an. Spitzenreiter waren die Faktoren "Termin- und Zeitdruck", "Verantwortungsdruck", "Psychische Belastungen" und "zu hohes Arbeitsvolumen". Zudem ist die Belastung durch Überstunden seit 2009 um 17 Prozent gestiegen. "Eine generelle Verlängerung der Tagesarbeitszeit von zehn auf zwölf Stunden ist angesichts dieser Belastungen für uns kein Thema. Zeitlich begrenzte Sonderregelungen sind ohnehin schon jetzt über Betriebsvereinbarungen und mit Zustimmung des Betriebsrats möglich" so Wöginger und weiter: "Wir sehen unser Modell des Zeitwertkontos als Diskussionsbeitrag zum Thema Arbeitszeitflexibilisierung. Denn diese Diskussion darf keine Einbahnstraße sein. Es muss auch an die Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gedacht werden. Unser Modell bietet Wahlfreiheit, Selbstbestimmung und verhindert den Wegfall von Überstundenzuschlägen."

Sprechstunde:

Sprechstunde im Bezirkssekretariat der OÖVP Schärding (Anmeldung unter Tel. 07712 2478).

7. Juli: 10-12 Uhr

Termine

13. Juli: Nationalratssitzung

 

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