14.10.2011

Pensionen nachhaltig sichern – Pensionskonto zur Gänze umsetzen

„Das Bad Ischler Papier der Sozialpartner ist der entscheidende Anstoß und eine gute Diskussionsgrundlage für längst überfällige Maßnahmen, um das tatsächliche Pensionsantrittsalter zu erhöhen und unser Pensionssystem auf Dauer abzusichern. Bei einer ehrlichen Betrachtung der demographischen Entwicklung greift jedoch die angestrebte Anhebung um zwei Jahre zu kurz. Ziel muss es sein, das Antrittsalter langfristig um vier Jahre zu steigern und so ein wirklich nachhaltig, leistbares Pensionssystem zu schaffen“, befürworten ÖAAB-Landesobmann Franz Hiesl sowie sein Landesobmann-Stellvertreter und ÖVP-Sozialsprecher August Wöginger insgesamt das Bad Ischler Sozialpartnerpapier.

Begrüßt wird vor allem das gesamte Paket zu den Invaliditätspensionen, das mittels Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen den krankheitsbedingten Pensionsfällen entgegenwirken soll. „Auch das angesprochene Prämienmodell für längeres Arbeiten halten wir für die richtige Maßnahme, um Menschen länger im Beruf zu halten. Als ÖAAB Oberösterreich haben wir immer gesagt, dass dazu bisher nur die nötigen Anreize fehlen! Ein solches ‚Lockmittel’ für einen Verbleib im Erwerbsleben ist auch die angedachte Einführung einer Teilpension ab 62 Jahren, wobei diese unserer Meinung nach für Frauen schon ab 60 Jahren möglich sein sollte“, so Hiesl und Wöginger weiter.

„Was der ÖAAB Oberösterreich bei diesen Diskussionsvorschlägen insgesamt stark vermisst, ist das fehlende Bekenntnis zur Abschaffung jeglicher Sonderprivilegien bei den Pensionen. Einen derart frühen Pensionsantritt wie bei ÖBB, Nationalbank sowie bei den Bundesländerverwaltungen in Kärnten und Wien darf es bei uns künftig nicht mehr geben! Das heißt wenn Änderungen beim Antrittsalter durchgeführt werden, dann muss es zu einer sozialen Gerechtigkeit innerhalb des Pensionssystems kommen. Es braucht hier eine faire und rasche Harmonisierung“, fordert Hiesl Gerechtigkeit im Zusammenhang mit Sonderprivilegien ein.

Insgesamt muss auch jede/r Bürger/in künftig feststellen können, wann und wie viel er oder sie letztlich an Pension bekommt. Es bedarf daher der gänzlichen Umsetzung des Pensionskontos im ASVG-Bereich und der damit einhergehenden Abschaffung der Parallelrechnung. „Unser Pensionssystem muss einfacher, transparenter und nachhaltiger werden. Nur so kann vor allem die Jugend wieder Vertrauen gewinnen. Im Einklang mit einem gut konzipierten Bonus-Malus-System nach echter versicherungs-mathematischer Berechnung würde es entscheidend dazu beitragen, für die Menschen endlich Klarheit bei den Pensionen zu bringen. Jede/r könnte am eigenen Konto einfach einsehen, wie viel mehr an Pension man bekommt, wenn man ein, zwei oder drei Jahre länger im Erwerbsleben bleibt. Wer länger arbeitet, bekommt mehr Pension, wer früher geht, bekommt weniger. Die gänzliche Umsetzung des Pensionskontos würde diesem Motto gerecht werden“, so Wöginger abschließend.

Sprechstunde:

Sprechstunde im Bezirkssekretariat der OÖVP Schärding (Anmeldung unter Tel. 07712 2478).

7. Juli: 10-12 Uhr

Termine

13. Juli: Nationalratssitzung

 

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